Die
Brustoperation Brustreduktion

Sie haben sich für den Eingriff entschieden
und der Operationstag ist gekommen. Nach der stationären Aufnahme
beziehen Sie Ihr Zimmer und führen meist noch ein Gespräch
mit Ihrem Facharzt für Plastische Chirurgie und mit dem zuständigen
Anästhesisten.
Es werden noch einmal eventuell offene
Fragen geklärt und entsprechend alle Unterlagen überprüft.
Erst wenn alle Unterlagen vollzählig sind, dann wird die Operation
durchgeführt.
Vor der Operation werden die Brüste
genau ausgemessen und der Schnittverlauf wird auf der Haut skizziert.
Dies dient als Grundlage für die Entfernung von Brustgewebe oder
Haut.
Krankenhausaufenthalt bei einer Brustreduktion
Bei einer Brustreduktion wird
in den häufigsten Fällen ein stationärer Aufenthalt
von 1 bis 3 Tagen notwendig. So haben Sie die Sicherheit, dass
im Bedarfsfall schnell reagiert werden kann und Sie umfassend
betreut werden.
Auf Wunsch kann bei uns der Partner
oder eine Begleitperson gegen einen geringen Aufpreis mit im Zimmer
übernachten - oder wir vermitteln Ihnen eine entsprechende
übernachtungsmöglichkeit für Ihre Begleitperson.
Die Operation Brustreduktion selbst
In der Fachliteratur sind aktuell über 130 unterschiedliche Operationsmethoden für eine Brustverkleinerung dokumentiert. Wir wollen Ihnen eine grobe Übersicht über die Unterschiede der Operationstechniken geben. Ihr Facharzt für Plastische Chirurgie muss bei der Beratung überlegen, welche Schnittführung und Operationsmethode für Ihr gewünschtes Zielergebnis optimal ist.
Bei der Wahl der optimalen Operationsmethode sind eine Vielzahl an Überlegungen an zu stellen, die wir Ihnen im groben erläutern wollen:
Mammillen-Areolo-Komplex
Ein wichtiger Faktor für die Wahl der Operationsmethode ist der funktionelle Erhalt des Mammillen-Areola-Komplexes (oftmals auch als MAK bezeichnet). Dieser ist für die Sillfunktion und Sensibilität bzw. Erregbarkeit verantwortlich. Soll die Stillfunktion bzw. Sensibilität erhalten bleiben, so wird bei der Brustverkleinerung der MAK nicht vom darunterliegenden Brustgewebe abgelöst. Diese Operationen werden als "gestielte Technik" bezeichnet. Je nachdem, im welchen Sektor der MAK mit dem verbleibenden Gewebe verbunden bleibt, werden die unterschiedlichen Stiele bezeichnet:
- oberer Stiel (cranialer Stiel)
- unterer Stiel (caudaler Stiel)
- innerer Stiel (medialer Stiel)
- äußerer Stiel (lateraler Stiel)
- zentraler Stiel
- kombinierter Stiel (craniomedialer, caudolateraler Stiel, etc.)
Bei übergroßen Brüsten (Gigantomastie) kann auch eine Brustverkleinerung mit einer freien Transplantation des Mammillen-Areola-Komplexes (MAK) notwendig werden. Hierbei wird der MAK vom darunterliegenden Gewebe komplett abgelöst und am Ende der Operation als Hauttransplantat an der entsprechenden Position der Brust wieder eingesetzt. Nachteil dieser Operationsmethode ist, dass die Stillfähigkeit und Sensibilität meist nicht erhalten bleibt, da die versorgenden Nerven durchtrennt werden.
Form der Brust nach der Brustverkleinerung
Oftmals ist neben der reinen Größenveränderung auch eine Veränderung der Lage der Brust notwendig, so dass die Brust nach der Operation auch ästhetische aussieht. Je nach Größenveränderung kann es notwendig werden, dass das Brustgewebe nach oben versetzt werden muss.
Langfristigkeit des Operationsergebnisses der Brustverkleinerung
Das Operationsergebnis der Brustverkleinerung sollte möglichst langfristig erhalten bleiben. Bindegewebseigenschaften, Gewichtsschwankungen oder auch die Schwerkraft der operierten Brust werden mit der Zeit ein Absinken der Brust bewirken. Hinzu kommt, dass im Laufe der Zeit die Elaszität der Haut nachlässt.
Daher müssen bei der Brustverkleinerung entsprechend notwendige operative Maßnahmen ergriffen werden, die diesen Faktoren entsprechend entgegen wirken.
Schnittführung und Narben
Da es eine Vielzahl an Operationsmethoden gibt, so wollen wir Ihnen eine grobe Übersicht über mögliche Narbenführungen bei der Brustverkleinerung geben. Je nach gewählter Operationsart werden häufig folgende Narbenverläufe bei einer Brustverkleinerung angewendet:
1.) Narbenverlauf nach Benelli bzw. Hinderer

Der Narbenverlauf nach Benelli ist der kürzeste und unauffälligste Narbenverlauf einer Brustverkleinerung. Sie verläuft kreisrund auf dem Warzenhof. Sie kann zum Einsatz kommen, wenn die Hebestrecke relativ kurz ist und wenig Brustgewebe entfernt werden muss.
2.) Kurzer vertikaler Narbenverlauf (Lassus / Lejour)

Durch eine moderne Technik der Brustverkleinerung resultiert eine vertikale Narbe, welche rund um den Warzenhof und senkrecht nach unten verläuft. Sie eignet sich bei mittlerer Hebestrecke und wenn mäßig viel Brustgewebe entfernt werden muss.
3.) Langer vertikaler Narbenverlauf nach Lassus bzw. Lejour

Ein langer vertikaler Narbenverlauf verläuft rund um den Warzenhof und senkrecht nach Unten über die Unterbrustfalte hinaus. Sie eignet sich bei langer Hebestrecke und wenn viel Brustgewebe entfernt werden muss.
4.) B-Förmiger Narbenverlauf nach Régnault

Ein B-förmiger Narbenverlauf nach Régnault verläuft rund um den Warzenhof und danach bogenförmig in Richtung Mitte der Brust. Er endet in der Unterbrustfalte. Das Tragen tiefer Dekolletés wird nach der Brustverkleinerung möglich, da keine Hautschnitte im Bereich des Dekollete gesetzt werden. Sie eignet sich bei mittleren Hebestrecken und wenn viel Brustgewebe entfernt werden muss. Zudem ist die Formbarkeit der Brust gegeben.
5.) L-förmiger Narbenverlauf nach Meyer / Martinoni

Ein L-förmiger Narbenverlauf nach Meyer / Martinoni verläuft rund um den Warzenhof, senkrecht nach unten und dann auf der Höhe der Unterbrustfalte rechtwinklig nach außen. Das Tragen tiefer Dekolletés wird nach der Brustverkleinerung möglich, da keine Hautschnitte im Bereich des Dekollete gesetzt werden. Sie eignet sich bei mittlergroßen Hebestrecken und wenn viel Brustgewebe entfernt werden muss. Zudem ist die Formbarkeit der Brust gegeben.
6.) T-förmiger Narbenverlauf nach Lexer

Ein T-förmiger Narbenverlauf nach Lexer verläuft rund um den Warzenhof, senkrecht nach unten und dann auf der Höhe der Unterbrustfalte rechtwinklig nach außen und innen. Sie wird oftmals bei großen, stark hängenden Brüste eingesetzt. Da der Narbenverlauf fast zur Körpermitte verläuft, ist das Tragen eines tiefen Dekolletés nach der Brustverkleinerung eher schwierig. Ein T-förmiger Narbenverlauf wird eher bei sehr großen Brüsten eingesetzt (Resektionsgewicht mehr als 500 Gramm je Seite). Bei von den Krankenkassen übernommenen rein medizinisch indizierten Brustverkleinerungen wird meist diese Schnittform eingesetzt.
Der jeweilige Narbenverlauf richtet sich nach Ihren persönlichen Voraussetzungen. Bei einer persönlichen Beratung werden Ihnen die unterschiedlichen Methoden und die jeweiligen Vor- und Nachteile erklärt.
Jeder chirurgische Eingriff birgt ein Risiko von Komplikationen bzw.
Nebenwirkungen. Es können z. B. Nachwirkungen des Narkosemittels,
Infektionen der Wunde, Schwellungen, Blutungen, Schmerzen, etc. auftreten.
Darauf sollten Sie vorbereitet und hingewiesen werden. Aufgrund der
Narkosenebenwirkungen und der Gefahr der Nachblutung raten wir zu einem
stationären Aufenthalt, so dass die Gefahr der Komplikationen reduziert
und zugleich im Falle einer Komplikation eine schnelle Reaktion möglich
ist.
Nach der stationären Betreuung
werden durch die folgenden Nachschautermine eventuelle Störungen
der Wundheilung möglichst früh erkannt. Dadurch können
sie möglichst frühzeitig korrigiert bzw. schlimmere Komplikationen
vermieden werden.
Unsere auf das Thema Brustreduktion spezialisierten Fachärzte für Plastische und Ästhetische
Chirurgie finden Sie in:
Weitere
interessante Webseiten:
Schönheitsoperation
Schönheitsoperation
Frau Plastische
Chirurgie Bayern
Bruststraffung Fettabsaugung
Faltenbehandlung
Brustvergrösserung
Moderne
Plastische Chirurgie Brustverkleinerung Mammareduktion